Band Details

Creeper

Creeper aus Southampton gehören zu den spannendsten und eigenwilligsten Bands, die die britische Rockszene in den letzten Jahren hervorgebracht hat. Irgendwo zwischen Hardcore-Punk, düsterem Glam, hymnischem Rock’n’Roll und einer guten Portion Wahnsinn erschaffen sie einen Sound, der sich jeder einfachen Schublade entzieht. Die einen nennen es Horror-Punk, andere Gothic Rock – aber eigentlich trifft es die Nähe zu großen Theatralik-Ikonen wie David Bowie deutlich besser: überlebensgroß, dramatisch, extravagant und trotzdem voller Emotionen.

Die Band saugt Einflüsse von Marilyn Manson, Metallica, Misfits oder Meat Loaf auf und baut daraus ihren ganz eigenen Kosmos – irgendwo zwischen Punkrock, Vampirfilm und Stadion-Rockoper.

Und dann wären da noch diese verdammten Ohrwürmer. Songs wie „Headstones“ graben sich tief ins Gehirn, tanzen fröhlich zwischen den eigenen Ohren herum und weigern sich tagelang wieder zu verschwinden. Das Absurde daran: Während Creeper textlich mit Tod, Dunkelheit und morbidem Charme spielen, fühlt sich das Ganze gleichzeitig euphorisch, mitreißend und erschreckend gut gelaunt an. Man singt begeistert mit – und merkt oft erst später, dass man gerade fröhlich zum eigenen Untergang getanzt hat. Und genau darin liegt vielleicht das Schönste an dieser Band: Aus Melancholie, Wahnsinn und morbidem Humor entstehen Songs, die sich gleichzeitig riesig, dunkel und erstaunlich lebensbejahend anfühlen. „So give us headstones, let our bones turn to dust In the fire and the brimstone.“